August-News

Heiß und trocken ist der Juli verlaufen. Oft haben sich über uns schwarze Gewitterwolken zusammengebraut, doch jedes Mal wurden sie dann doch vom Wind weitergeweht, bevor der Regen auf unsere Gemüsefelder prasseln konnte. Zum Glück haben wir auf vielen unserer Anbauflächen die Möglichkeit, zu bewässern. Unser wunderschöner Teich (mit eigener Quelle) ist dabei Gold wert!

Was wir durch Bewässerung nicht ausgleichen können, ist die rasante Vermehrung von Schädlingen, die durch starke Trockenheit begünstigt wird. So haben sich auf unseren Melanzanipflanzen Kartoffelkäfer breit gemacht (wir haben sie mit Hilfe unserer Kinder händisch abgeklaubt); die Kohlgewächse wurden vom Rapsglanzkäfer heimgesucht.

Gegen den Rapsglanzkäfer können wir leider weder mit Absammeln noch mit biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln etwas ausrichten. Dazu ist der Befall einfach zu stark. Der Grund dafür sind, neben der Trockenheit, die konventionellen Rapsfelder, die sich über viele Hektar rund um unsere kleinen Gemüsefelder erstrecken. Während der Blütezeit der Raps, der übrigens zu den Kohlgewächsen zählt, wird der Rapsglanzkäfer mittels großer Mengen an Pestiziden in Schach gehalten. Sobald die Blütezeit vorbei ist, beenden die Rapsbauern das „Spritzen“ und der Rapsglanzkäfer kann sich ungestört vermehren. Da der Raps nach der Blüte nicht mehr interessant ist, geht er – in riesigen Mengen – auf andere Kohlgewächse – in diesem Fall große Teile von unserem Kraut, Brokkoli, Karfiol, Kohlrabi und Wirsing. Gegen diesen massiven Befall sind wir mit unseren biologischen Mitteln leider machtlos – das Ungleichgewicht von vielen Hektar konventionell bewirtschaftetem Raps schwappt einfach auf unsere Gemüsefelder über. Wir können nur Ernteausfälle von Anfang an „einplanen“ und zu unserer Absicherung mehr anpflanzen – was wir beim Kohlgemüse auch gemacht haben.

Dem Wurzelgemüse geht es dank intensiver Bewässerung hervorragend, und wir hoffen auf eine gute Ernte im Herbst. (Sofern die Wühlmäuse sich nicht noch ausbreiten.)

Auch das Nachsetzen der Bohnen ist uns geglückt – so gibt es nun doch noch Fisolen; voraussichtlich ab Ende August!

Und das packen wir im AUGUST in die Biokiste (alles frisch geerntet):

Salat, Kohlrabi, Fenchel, Paradeiser, Gurken, Zucchini, Melanzani, Paprika, Jungzwiebel, Jungknobauch, Mangold, Karotten, Frühkartoffeln, Porree, Fisolen

Sommergemüse hat generell einen höheren Kilopreis als Frühlingsgemüse. Denn Paradeiser, Paprika, Melanzani und Co brauchen etwa ein halbes Jahr lang Pflege und Platz im Gewächshaus. Davon können wir sie nur 2 bis maximal 3 Monate beernten. Daher kann ein Sommer-Kistl auf den ersten Blick etwas „leerer“ aussehen. Wir achten aber sehr genau darauf, dass der Wert im Kistl stimmt, und geben gerne genaue Auskunft zu den PreisenJ!