Juli-News

Endlich beginnt die Saison für Sommer-Gemüse: Zucchini, Paradeiser, Melanzani und Gurken kommen im Lauf des Julis in die Biokistln! Seit wir selbst Gemüse anbauen, fällt es uns nicht mehr schwer, im Winter und Frühling auf Paradeiser und Co aus dem Supermarkt zu verzichten. Dafür schmecken dann die ersten eigenen Tomaten wirklich paradiesisch! Die Jahreszeiten übers Essen so „mitzukriegen“ bringt auch ein Stück mehr Verbundenheit zur Natur – etwas, das uns gut tut und wir heute mehr denn je brauchen!

Unsere Versicherung heißt Vielfalt!

Nicht nur den Lauf der Jahreszeiten, auch das aktuelle Wetter, bekommen unsere KistlkundInnen Ihr über das Gemüse mit. So hat die Schafskälte der letzten Junihälfte für einen Wachstums-Stillstand bei unseren Gemüsepflanzen, und damit für eine deutlich geringere Ernte, gesorgt. Die Stangenbohnen, die wir auf einer Länge von 200m am Zaun entlang gesät haben, sind noch in den warmen Tagen sehr gut aufgegangen. Im sehr sensiblen Keimlingsstadium kam dann der Kälteeinbruch. Die kleinen Bohnenpflänzchen wuchsen nicht mehr weiter, und blieben somit in einem sehr anfälligen Stadium. Das nutzte sofort die Larve der Bohnenfliege, die sich bei kühleren Temperaturen besonders wohl fühlt. Sie kroch aus der Erde in die kleinen Pflänzchen und fraß sie von innen auf – das war’s mit unseren Stangenbohnen! Unsere Absicherung gegen solche unvorhersehbaren Wetter-Ereignisse ist Vielfalt: Zum Glück bauen wir nicht ausschließlich Bohnen an, sonst hätten wir jetzt einen riesengroßen Schaden. Da die Fisolen aber letztes Jahr in den Kistln sehr gern gesehen waren, werden wir versuchen, die Bohnen nachzupflanzen. Dazu müssen wir etwa 1000 Bohnenpflanzen vorziehen, dann einzeln auspflanzen und für das Anwurzeln der Pflanzen intensiv bewässern (für Direktsaat ist es jetzt zu spät).

Marienkäfer statt Insektiziden…

Eine weitere Herausforderung stellt gerade die große Trockenheit dar. Erfreulicherweise haben wir trotz Trockenheit auf unseren Anbauflächen am Teich heuer kein Blattlaus-Problem! Normalerweise vermehren sich Blattläuse gerade bei wenig Niederschlag rasant. Diesmal scheint aber unser Nützlingsprogramm, das wir letzte Saison durchgeführt haben, zu greifen: Fressfeinde der Blattläuse, wie Marienkäfer und Florfliege haben wir vor einem Jahr in größeren Mengen ausgesetzt. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, nicht jedes „Unkraut“ zu entfernen, sondern Wirtspflanzen von Marienkäfer und Florfliege in mehreren Ecken wuchern zu lassen. So konnten sich die Nützlinge gut vermehren und sorgen jetzt dafür, die Blattläuse in Schach zu halten!

Wir hoffen also auf viel Sonne, Wärme und Regen in den kommenden Wochen. Je wärmer es wird, desto mehr Sommergemüse können wir in die Kistln packen! Je mehr Sonne, desto süßer schmecken die Paradeiser!